6. November 2015

Wie Wohnprojekte und Wohnungsunternehmen ihre Partnerschaft gestalten

Dieser erste Wohngruppentag in Rheinland-Pfalz verfolgte das Ziel, Erfahrungen der Zusammenarbeit zwischen Wohnungsunternehmen und Wohnprojekten auszutauschen und an solche Gruppen weiterzugeben, die sich noch in der Phase der Orientierung befinden. Erfreulicherweise gehörten mehr als die Hälfte der anwesenden ca. 100 Personen einer solchen Gruppe an.  Diese Tatsache wurde als Ausdruck des weiter wachsenden Interesses am gemeinschaftlichen Wohnen verstanden. Im Übrigen war im Verlauf des ganzen Tages zu erkennen, was es bedeutet, wenn eine Landesregierung – vor allem auch in Person der Ministerpräsidentin Malou Dreyer – sich selber eines Themas annimmt und eine solche Veranstaltung finanziert.

Zusammen mit einigen anderen Wohnprojekten war auch der LebensAlter e.V. eingeladen worden, sich in zwei Präsentations- und Diskussionsrunden dem Publikum vorzustellen. Speziell ging es dabei um das eher ungewöhnliche Modell einer Partnerschaft zwischen einem eingetragenen Verein und einer ortsansässigen Baugenossenschaft. Als andere Modelle kamen zuvor das Mainzer Projekt Vis-a-Vis mit seinem Partner, der Wohnbau Mainz GmbH, der WIA e.V. Wiesbaden mit dem Gemeinnützigen Siedlungswerk FfM und die WoGe Marburg mit der Nassauischen Heimstätte ausführlich zu Wort.

 

Unser Verein wurde für sein Engagement im Rahmen der Ankommens- und Willkommenskultur
in Ginsheim-Gustavsburg ausgezeichnet.
Landrat Thomas Will verlieh den Preis am 13.10.2015 im Landratsamt Groß-Gerau.

 

Der Zeitungsartikel dazu:

Main Spitze 17.10.15

 Am 4. August sind wir der Einladung des Gemeinschaftlichen Wohnprojekts Vis-aVis in Mainz gefolgt, und wurde um 18 Uhr herzlich begrüßt.

Unsere "Abordnung" bestand aus 8 Personen und war eine repräsentative Vertretung für den geplanten Erfahrungsaustausch nach zwei Jahren in Ginsheim und einem Jahr in Mainz.

 Unser gemeinsames Fazit: Trotz mancher Unterschiede in der Entstehung und und der Größe des Projekts, es gibt viel mehr Gemeinsames, und wir können gut aus unseren Erfahrungen voneinander lernen.

 

 Link zur Internetseite des Projektes

Der Verein LebensAlter ist vom Finanzamt Groß Gerau als gemeinnützig anerkannt worden. Seit zweieinhalb Jahren in Ginsheim-Gustavsburg ansässig, ist der Verein zunächst durch sein gemeinschaftliches und Generationen übergreifendes Wohnprojekt an der Schillerstraße im Ortsteil Ginsheim bekannt geworden. Dieses Wohnprojekt läuft inzwischen erfolgreich. Seine Bewohnerinnen und Bewohner äußern sich sehr zufrieden mit der neuen Wohnform, in der gute Nachbarschaft, wechselseitige Unterstützung und gemeinsame Unternehmungen praktiziert werden.

Der Verein ist aber nicht nur am gelingenden Innenleben des Wohnprojektes interessiert. Auch Engagement und Mitverantwortung für das Gemeinwesen sind als Ziele in der Vereinssatzung festgelegt. Vor allem für drei Bereiche werden die Inhalte des LebensAlter e.V. formuliert: Bereich I: Jugend- und Altenhilfe. Bereich II: Erziehung, Volks- und Berufsbildung; Bereich III: Bürgerschaftliches Engagement.

 

Wir sind überwältigt und stark beeindruckt, dass mehr als 70 Ginsheimer am Sonntagnachmittag ihren Weg zu uns in die Schillerstraße fanden. Da unser Platzangebot nicht ausreichte, wurde alles, was zum Sitzen geeignet ist hinzugezogen. Dadurch entstand wieder eine besondere Athmosphäre von gemütlicher Enge. Grund für den zahlreichen Besuch waren Ilse und Helmut Böhm, die nach Kriegsende als Flüchtlinge nach Ginsheim kamen und von ihren Erinnerungen und Erlebnissen erzählten. „Die Heimat verloren, in Ginsheim angekommen“. Das kleine Video in diesem Beitrag gibt Ihnen einen guten Eindruck davon.

Lesen Sie dazu die Beiträge in der Presse:

Bericht in der Mainspitze

Bericht im Echo


Nach den guten Erfahrungen der zwei Veranstaltungen im "Erzähl-Café" freuen wir uns auf die dritte Veranstaltung am 13. September um 15 Uhr. Dann heißt das Thema: Fliehen muss ich - aber wohin?